Catherine Ludwig
3. 2. 2011 – 9. 4. 2011
Luxustourismus und Ostalgie in Tirols Bergen – Fotografie & Objekt
Bevölkerten bisher neben Österreichern vor allem Deutsche, Holländer und Engländer die Tiroler Skipisten, so sind es seit kurzem vermehrt Osteuropäer, vor allem tschechische und russische Gäste.
Durch den Osttourismus hat sich der heimische Wintersport stark gewandelt. Es gibt bereits russisch sprechende Skilehrer, manche Orte, wie Kitzbühel fühl(t)en sich von den Osteuropäern „überrumpelt“ und diskutierten 2006 über die Einführung einer so genannten „Russenquote“: maximal 10% Russen dürfen sich in Kitzbühel einbuchen, so die ursprüngliche Idee. Schutz der „nationalen Vielfalt“ war der offizielle Grund für diese Überlegung. Seit der Weltwirtschaftskrise ist die Zahl der Ostbürger zwar zurückgegangen, trotzdem überwiegt der Anteil dieser Gäste im Vergleich zu anderen Nationen.
Catherine Ludwig hat Anfang Januar 2010, während der orthodoxen Weihnacht und daher zur Hauptreisezeit der Russen, folgende Orte in und um Kitzbühel unter die Lupe genommen: das Skigebiet mit der berühmten „Streif“ und der VIP-Skihütte Sonnenbühl, die Hotelanlagen „Grand Tirolia“, Schlosshotel Lebenberg, Hotel Weißes Rössl und den Ortsteil Aurach mit den Luxusvillen (Besitz: u.a. J. Baturina, die Milliardärsgattin des Moskauer Ex-Bürgermeisters). In der anika handelt Galerie werden die Ergebnisse – Mittelformat-Fotografien sowie Objekte – ausgestellt.
Eröffnung: 2. Februar 2011, 19 Uhr, in Anwesenheit der Künstlerin
Die Arbeit Luxury tourism - incognito entstand mit Unterstützung von![]()


